Spontane Idee der besseren Hälfte. „Einfach“ mal ein verlängertes Wochenende nach Korfu. Billig und nur mit Handgepäck. Man ahnt es schon: So einfach ist das dann doch nicht. Flüge zu einem solch arrhythmischen Zeitraum zu kriegen ist weder einfach noch billig. Realisiert wird die Kombi Corendon Airlines (früh ab Düsseldorf)/RyanAir (spät nach Weeze). Der Leihwagen ist nach einer ungläubigen Rückfrage von Giannis „Just 3 days?“ auch schnell gebucht. Allerdings ist „unser“ Haus leider belegt. Wir finden ein neues, das der besseren Hälfte schon im Juni ins Auge gehüpft war. Sogar mit Frühstück.
Am Ende des Tages hätten wir sogar länger buchen können; hatte doch ein Unterarmbruch mit längerer Krankschreibung während des Jahresurlaubs für etliche Resturlaubstage gesorgt. Aber „Μια κράτηση είναι κράτηση.“, wie man an der griechischen Galopprennbahn zu sagen pflegt.
Donnerstag, 8. Oktober 2026
Eigentlich Mittwoch, 7. Oktober. Es geht schon wieder los 😡 mit den Billigheimern am Luftfahrthimmel. Beim Online-Check-in werden auf wundersame Weise aus den gebuchten XL-Sitzen am Notausgang in Reihe 16 stinknormale Sitze für Kurzbeinige in Reihe 13. Protestmail mit Grönemeyer-Zitat an „Corendon Air“ raus. „Was soll das?“. Zugesagte Bearbeitungszeit 4-5 Werktage! Aber schon spät am Abend kommt beinahe unbemerkt eine „Umbuchungsbestätigung“. Wir sollen für 2 Gangsitze in Reihe 18 einchecken. Noch mal Herbie: “Was soll das?“ Tatsächlich gibt es in unserem für „Corendon Air“ startenden tschechischen Flieger die Reihen 15 und 16 gar nicht! Vielleicht sind das in der Tschechischen Republik Unglückszahlen? Jedenfalls ist Reihe 18 die Reihe am Notausgang und wir haben Platz für Bauch, Beine und Po. Kurze Einweisung in unsere Aufgaben als befristete Katastrophenhelfer durch den überaus freundlichen tschechischen Flugbegleiter (wir vermuten auf Englisch, verstehen aber kein Wort) und schon hebt sie ab …
Bleibt noch nachzuschieben, dass wir verdammt knapp unterwegs waren. Reisen ja nur mit Handgepäck. Aber durch die Sicherheitskontrolle müssen auch wir. Nur vier der jetzt eingesetzten Hightech-Scanner (wo man beim Packen alles Mögliche an Flüssigkeiten in den Koffer schütten darf ohne ihn dann bei der Kontrolle öffnen zu müssen und wo vier Passagiere gleichzeitig abgefertigt werden) sind in Betrieb. Und geschätzt jeden zweiten fischt die KI raus, damit der dann doch den Trolley durchsuchen oder einen Sprengstoff-/Drogen-Abstrich machen lassen muss. Daher 100 Meter Stau vor den Einlass-Scannern (plus zusätzlichen Verzögerungen, weil der Autor den QR-Code seiner Gattin scannt und die dann nicht mehr eingelassen wird) und händischer Zusatzcheck für beide. Am Ende gehören wir zu den Letzten, die im strömenden Regen an Bord gehen.
Problemloser Flug mit einigen Schnarchphasen. Abgesehen von einem medizinischen Notfall – und tatsächlich war wieder eine Ärztin an Bord – läuft alles glatt.
Leider ist es uns nicht vergönnt, Blickkontakt mit unserer Enkel-Familie aufzunehmen, die mit derselben Maschine wieder zurückfliegt. Dafür sehen die uns, als wir später im „SkyView“ bei Frappé, Omelett und Egg Benedict sitzen und dem in unmittelbarer Nähe abhebenden Jet hinterher winken.

Der Weg von Kanoni, wo ein britisches Flugzeug dann auch noch einen Landeversuch abbrechen und durchstarten muss, gestaltet sich zäh. Sechs Kreuzfahrtschiffe mit Platz für fast 10.000 Passagiere sorgen dafür, dass die Stadt mit Fußgängern oder mit Hop-on/Hop-off-Bussen verstopft ist. Dazu noch Tausende Mietwagen, die bei dem trüben Wetter die engen Straßen fluten. Vor der Festung bilden sich ewig lange Warteschlangen.

In Agios Georgios ist toteste Hose. Am Strand ist komplett alles abgebaut. Bevor wir zu unserer Unterkunft fahren, gönnen wir uns im Café Melio noch Orange Pie mit einem Cappuccino.
Schließlich rufen wir Irini, die perfekt Deutsch spricht, an, dass wir auf dem Weg sind. Im Widerspruch zur Wettervorhersage mit einer Unwetterwarnung ist es sommerlich warm. Das Appartement ist chic und das Meer unmittelbar vor der Tür.

Eigentlich wollen wir zum Essen ins „Luuma“. Weil es aber anfängt zu gewittern, schwenken wir um aufs „Mon Amour“ und gönnen uns megascharfes Tsatsiki und Rollo (der prompt erstmal vergessen wird).

Fazit: Alles wirkt ebenso unwirklich wie normal.
Freitag, 9. Oktober

Was für eine Nacht! Es gewittert fast komplett durch. Mit Donnerschlägen, die das gesamte Haus erzittern lassen. Gegen drei oder vier fällt dann der Strom aus. Aus diesem Anlass piept dann das Notausgangsschild und schaltet auf Flutlichtbetrieb um. So lange wie der Akku hält. Morgens können wir dann nicht frühstücken, weil wir nicht auf den Balkon kommen, weil wir den elektrisch betriebenen Rollladen runtergefahren hatten.

Um 09:30 Uhr ist der Strom dann wieder da und wir machen uns über die üppig befüllte Frühstückskiste her. Was in Teilen nicht so einfach ist, gibt es doch in der gesamten Küche nur eine einzige Steckdose. Außerdem kriegt man nicht alle Türen oder Schubladen so weit auf, wie es nötig wäre. Der griechische Handwerker an sich nimmt es nun mal grundsätzlich nicht sooo genau mit den Maßen. Da kann es schon mal knapp werden.
Die größte Herausforderung stellt allerdings die Kapselkaffeemaschine dar. Erst frage ich auf ihrer Arbeit bei der diesmal seit 52 Jahren erstmals nicht mitgereisten Tochter nach, wie herum die Kapseln denn da rein müssen. Und dann dauert es noch eine aggressionsgeladene Ewigkeit, bis ich herausfinde, dass das Ding am besten funktioniert, wenn Wasser eingefüllt ist.

Und während die Regengebiete durch unsere Wetter-Apps ziehen, schwitzen wir unter der herbstlichen Oktobersonne Korfus…
…was ein jähes Ende findet, als wir uns gerade auf den Liegestühlen vor dem Dixtia-Restaurant eingerichtet und die Unberührtheit der Bucht bestaunt haben. Kein einziges Boot auf dem Wasser, nicht mal ein Bötchen.
Wir schaffen es dann gerade noch rechtzeitig vor den ersten dicken Tropfen zurück ins Appartement. Den Rest des Nachmittags schüttet und gewittert es heftig.
Das „Blue Heaven“ soll laut Google Maps noch geöffnet haben. Ans Telefon geht aber keiner. Gegen fünf marschier ich dann mal rüber, um einen Tisch für abends zu reservieren. Alles düster. Aber ein putzender Kellner entdeckt mich. „Haben Sie geöffnet?“ „Nein. Alles zu.“ „Schade. Ich wollte für später reservieren.“ „Wir haben auf von sechs bis später.“ „Ok. Dann möchte ich für zwei Personen reservieren.“ „Welche Uhrzeit?“ „19:30 Uhr.“ „Gut. Dann bis um 19:00 Uhr. Name?“
Treffen ein um 19:15 Uhr. Gut besucht, der Laden. Wir treffen um 19:15 Uhr ein. Der Laden ist gut besucht. Die beiden Chefgriechen fallen uns kurzerhand um den Hals, und wir genießen den Abend (draußen sitzend).“

Bei selbst gebackenem Olivenbrot, frittierte Calamari, Tsatsiki und „Lamm Kleftiko“. Danach noch die Panna Cotta mit Schokocreme und zwei Ouzo (alles aufs Haus).

Mit unserem erstmaligen Besuch im Supermarkt gleich nebenan gibt es selbst in diesem Kurzurlaub noch eine Premiere. Sehr modern. Sehr sauber.
Danach watscheln wir noch an peitschenden Wellen vorbei über die Uferpromenade (ohne einem einzigen Menschen zu begegnen) bis zum Supermarkt „in der Kurve“.
Die ziellose Suche nach dem „Irgendetwas“ bleibt übrigens in beiden Märkten erfolglos.
Samstag, 10. Oktober 2026
Schon wieder ist Regen angesagt. Beim Frühstück strahlt jedoch die Sonne und wir drücken aufs Tempo, um noch ein, zwei Stündchen am Strand zu verbringen. Und tatsächlich dauert es noch bis mittags, bis die ersten Blitze zucken. Das reicht, um in der Sonne zu chillen, einen Frappé zu schlürfen, einige Kapitel im Kindle zu schaffen und auszukundschaften, ob man irgendwo handgelenksschonend ins Wasser kann.
Kann man nicht.
Der große Vorteil unserer Unterkunft ist die Lage direkt am Strand. Ruckzuck sind wir wieder auf dem Balkon und setzen unser Frühstück fort, während die Gewitterfront eilig näherrückt.
Danach Abwasch und WhatsApp an Irini, unserer hektischen, deutschsprachigen „hostess during our stay“, was wir morgen alles nicht in der Frühstückskiste haben wollen. Denn die ist sowas von üppig gefüllt. Heute waren zusätzlich mit Käse gefüllte Blätterteigtaschen dabei.

Nach einigen spektakulären Blitzen und Donnerschlägen klart es auf und wir fahren hoch nach Makrades in den Touri-Nepp. Es regnet wieder. Dementsprechend nix los.

Von dort zur ENOTIS-Olivenmühle. DA WAREN WIR NOCH NIE! Vor dem dazugehörigen Museum parken 20 Suzukis einer Jeep-Safari. Dass sich dafür immer noch Teilnehmer finden …
Gemeinsam mit einem anderen deutschen Pärchen bekommen wir eine Führung mit anschließender Verkostung.
Durch tief im Berg hängende Wolken fahren wir Richtung Troumpetas-Pass. Das einzige Café, das hier oben in exponierter Lage liegt, ist leider geschlossen. Aber Biscoff-Kekse und Tee auf‘m Balkon sind auch ok. Merkwürdigerweise ist es hier unten viel wärmer als im Umland.
Mittlerweile ist es rundherum wieder aufgeklart und während der abendlichen Diskussion, wo wir denn essen wollen, keimt die Idee, zum „Luuma“ in Afionas zu fahren. Obwohl es dort oben oft kühl ist. Obwohl es oft stürmt und obwohl unter Umständen schon geschlossen ist. Und was soll ich schreiben? Es ist spätsommerlich warm, es windet kaum, der Himmel reißt auf und es schmeckt immer noch unfassbar gut. Allerdings ist kaum was los. Der Chef begrüßt uns auf das Herzlichste mit den Worten: „Heut kommen wir ohne Reservierung klar.“ Und mit viel weniger Personal, das sich zusammen mit ihm im dicken Pullover in eine geschützte Ecke gekuschelt hat. Nur die Deutsch sprechende Kellnerin ist bestens gelaunt und engagiert unterwegs.



Am Horizont werden allerdings schon erste Feuerwerke gezündet.
Sonntag, 11. Oktober 2026
Match Day – Derbytime
Schwerste Gewitter in der Nacht, es wirft regelrecht Wasserfälle gegen unseren Rollladen. Exakt um 3:07 Uhr tut es noch einen ohrenbetäubenden Doppelschlag, dann hört man es nur noch schütten. Morgens ist dann alles vorbei und der Himmel ist eine einzige Grauzone.
Mit den Vermietern haben wir ausgehandelt, erst um 11:00 Uhr das Haus verlassen zu müssen. Unser Flug geht ja erst um 20:20 Uhr.
Irini hat die Frühstücksbox gefüllt, als stünde eine mehrwöchige Hungersnot bevor. Dabei auch wieder die noch warmen Tiropitakia, mit Feta gefüllte Blätterteigtaschen. Aber vorm Frühstück heißt es erst einmal, etliche Eimer Wasser vom Balkon zu entfernen.
Anschließend packen, spülen, Verabschiedung von Irini und (was für eine Überraschung) sich Gedanken machen, was man an diesem unerwartet schönen Tag entgegen aller Vorhersagen noch so machen könnte. Denn nach und nach ist die Wolkendecke aufgerissen und lässt wärmendes Sonnenlicht durch. Über dem Bergrücken von Afionas bildet sich ein beeindruckend kräftiger Regenbogen. Wird es wohl wieder irgendwo auf der Insel eine der zahlreichen Katzen erwischt haben.
Als wir das Auto klar machen, bewundert ein sehr distinguiert wirkendes älteres Ehepaar aus England unsere Unterkunft. Erzählen, dass sie eine Woche Kreuzfahrt (eine von vielen) hinter sich und noch eine auf Korfu vor sich hätten. Wo wir denn her kämen. „Nearby Düsseldorf, Cologne.“ „Cologne?“, ja hätten sie schon mal von gehört. Und dass die Straßen auf Korfu sooo schlecht sind, hätten sie ja auch nicht erwartet. Nachdem wir geklärt haben, dass ein Fußmarsch zu „Fisherman’s Cabin“ doch wohl keine Option für sie wäre, machen wir uns über den Hinterhof vom (immer noch unter seinem mittlerweile schlechten Ruf leidenden) Restaurant „Delfini“ auf den Weg.
Die Entscheidung ist inzwischen gefallen: Allen dunklen, von Italien her drohenden dunkelgrauen Wolken zum Trotz ist sonnenbaden angesagt. Denn inzwischen ist es richtig warm; das Meer allerdings ziemlich in Aufruhr.
Erst mal an den Strandabschnitt vor’m Supermarkt, da wo wir gestern in der Sonne lagen. Blöderweise ist da heute kein Strand mehr. Nur noch die Stützen der Sonnenschirme ragen aus dem Wasser.
Weiter geht es dann zur Kurve am stylischen Schmuckladen „Ilios“ in Agios Georgios. Da gibt es tatsächlich noch ein (kostenpflichtiges) Schirm-/Liegen-Angebot. An dieser Stelle sei bemerkt, dass es uns total wundert, dass so viele Restaurants, Hotels und Bars schon dicht sind. Besonders hart: Die Rieseneistruhe vor dem Supermarkt ist verriegelt und verrammelt und ansonsten völlig leer. Auch am Strand gibt es nur noch ein Minimal-Angebot. Und das, obwohl immer noch Massen von Touris die Orte zu bevölkern scheinen. Merkwürdig! Im letzten Jahr waren wir eine Woche später hier und es war noch viel mehr geöffnet.
Klar ist: Leichter kann man sein Geld nicht verdienen. Alle anderthalb Stunden kommt ein junger motorisierter Mann vorbei, der die Vermietung der Liegen nachhält und kassiert. Das sind dann jedes Mal so um die 50,00 Euro. Da kommt schon was zusammen am Tag!
Kaum, dass wir es uns bequem gemacht haben, fragt die holde Gattin: Hast Du eigentlich auch Deinen neuen Sweater eingepackt oder liegt der auf der Rückbank im Auto oder hängt der noch im Zimmer am Kleiderständer (einen Schrank hatten wir ja nicht) ? Zweimal lautet die Antwort: Nein. Also dann rein ins Auto, Irini überraschen und im Zimmer nachschauen: Da hängt er! Und auf dem Mäuerchen vor’m Haus (das übrigens je zur Hälfte Irini und ihrer Schwester gehört) sitzt immer noch das englische Paar. „We were just wondering where you left your wife.“ „She is currently swimming in the sea. With a concrete block strapped to her feet.“ Nein; hab ich natürlich nicht gesagt.
On the beach ist es inzwischen ganz schön warm, aber die Regenfront kommt immer näher und als es zu tröpfeln beginnt, ziehen wir uns ins Restaurant „Marina“ oberhalb des Strandes zurück, genießen bei einem Pott Bier und einem Cappuccino eine Portion Gyros mit Tsatsiki, Pommes und Pitabrot und feiern Wiedersehen mit Maria, der Wirtin der „Alkyon Pool Bar“.


Nach ’ner knappen Stunde ist die Sonne umso stärker wieder da und es geht wieder runter auf unsere Liegen. Der bis dahin komplett verwaiste Strand füllt sich wieder und wir brutzeln noch ein bisschen in der Sonne. Einziger Wermutstropfen: Das Meer produziert wahre Wellenberge und die mitgereiste Bangbux traut sich da nicht rein. Dafür aber eine Gruppe Surfer, die das entfesselte Element für ihren Sport elegant nutzt.

Zwischendurch kommt erst die Nachricht, dass wir das Auto, wie geplant, um 18:30 Uhr am Flughafen übergeben können. Kurz darauf fragt Giannis, ob das auch um 18:15 Uhr ginge, weil er völlig übersehen hätte, dass er für heute Abend Karten fürs Theater habe. Giannis und Theater? Wir können natürlich.
Um vier fahren wir los Richtung Korfu-Stadt. Außer einer Katze tote Hose auf den Straßen. Wir finden auch eine Tankstelle, die an diesem Sonntag geöffnet hat. Allerdings ist deren Tank mit „Normal“ leer; wir könnten dafür Sprit mit 98 Oktan haben. Na, wenn’s nicht schadet … Soll es auch tatsächlich nicht tun.
In der Stadt scheint es ordentlich geschüttet zu haben. Eine Seenlandschaft zieht sich um den Airport. Wir starten aber erstmal durch zum „SKYVIEW“, wo es rappelvoll ist. In der gleißenden Sonne beobachten wir ein paar Flieger und ziehen uns noch zwei Cheeseburger rein.

Top gestylt treffen Giannis und seine Freundin zur Übergabe an Flugsteig C ein. Ein kurzer Fußballtalk und ein „Tschüss bis Juni!“. Unser 4-Tage-Korfu-Trip findet sein Ende.
Am Sicherheitscheck dauert es drei Abstriche und eine Ewigkeit, bis die unter Drogen- und Sprengstoffverdacht geratene Ehefrau durchgelassen wird. Alles andere ist wie immer: wir haben noch ewig Zeit, im „Duty free shop“ gibt es das gewünschte Parfum nicht mehr und alle anderen Reisenden nerven nur noch. Nur das obligatorische Gummi-Sandwich bleibt uns erspart, weil wir hatten ja schon Cheeseburger.
Das Flugzeug ist noch in der Luft (!), da werden wir als „Priority“-Passagiere schon zum Boarding aufgerufen, um dann vor’m Flugfeld wieder mit allen anderen „vermischt“ zu werden. Der Flieger parkt dann so dicht vor uns, dass wir zu Fuß rüber machen können.

An Bord Billig-Flieger-Episoden en suite. Deutsch ist Fremdsprache, die vom Bordpersonal niemand versteht oder gar sprechen könnte. Einige Infos kommen auf Griechisch, das meiste auf Englisch, am besten verständlich noch das KI-generierte Deutsch. Der Pilot meldet sich dagegen zweimal kurz auf Aserbaidschanisch. Bei den Snacks und den Verkaufsangeboten wird auf das Bordmagazin verwiesen, das aber gar nicht an Bord ist. Bei den Parfums moderiert der Chefstewart dann mit Handmikro den Verkauf. Kurz vor der Landung sammelt dann eine Stewardess in einem 2-Liter-Plastikbeutel den Abfall von 180 Passagieren ein. Einfach nur peinlich. Am Ende aber pünktlich.


Mit drei weiteren kurz nach uns landenden Ryanair-Maschinen erreichen wir die Niederrheinische Steppe und werden von der seit ihrer Kindheit zum ersten Mal nicht mitgereisten Tochter abgeholt. Behutsam schaffen wir auf der ewig dauernden Heimfahrt mit nicht enden wollenden frischen Anekdoten einen Ausgleich für ihre Korfu-Abstinenz.
DERBY 1 : 2
Tabellenletzter. 5 Spiele, 0 Punkte