Update & Fazit
Condor erstattet den zu Unrecht einbehaltenen XL-Sitz-Aufschlag innerhalb von 2 Tagen! Inklusive Business-Class auf dem Rückflug kostete der Flug 703,00 EURO für 2 Personen, ohne Business hätte er 630,00 EURO gekostet. Kann man mal machen; aber die Sitze am Notausgang haben absolute Präferenz.
Die schwarze Reisetasche ist durchgescheuert und muss entsorgt werden. An der braunen Ledertasche müsste ein Tragegriff neu angenäht werden.
Samstag, 20. Juni 2026
Unruhige Nacht (wie immer). Die Fassungslosigkeit über Jeansjacke, Pullover, Regenjacke und Sweatshirts, die meine Holde „sicherheitshalber“ mit hatte, hat sich inzwischen verflüchtigt.
Um 7:00 Uhr raus. 8:00 Uhr Verabschiedung durch Angela und Maria (die sich dadurch aber nicht vom Putzen von App 1 abhalten lässt und die am 2.7. 80 Jahre alt wird). Es gibt auch ein kleines Abschiedsgeschenk von Angela. Ein vergoldeter Olivenzweig auf poliertem Speckstein. Allemal besser als die zwei Liter Olivenöl, die die nicht mitgereiste Tochter und ich im Herbst 25 nicht mitnehmen konnten und heute auf keinen Fall mehr in den Koffer gepasst hätten.
Freie Fahrt zum Airport. Autoübergabe pünktlich 9:00 Uhr. Bei jetzt schon über 30 Grad quetscht sich eine Flugzeugfüllung britischer Touristen in den begrenzten Schatten einer Markise vor’m Flughafengebäude.
Wir fliegen ja heute Business. Alles easy. Bis auf die verspäteten „Frankfurter“, die ständig lautstark aufgerufen und dazwischen geschleust werden. Außerdem in der Schlange: die aus den letzten beiden Jahren sattsam bekannte „Wie finde ich meinen inneren Frieden“-Tante aus dem Ouranus.

Nachdem etliche Passagierinnen aus der Business-Class vor’m Boarding noch von einer Flughafenangestellten zur Datenerfassung gebeten werden -warum auch immer- , geht es mit ner halben Stunde Verspätung los.
„Business“ bringt bei „Condor“ bezüglich Beinfreiheit überhaupt nichts. Der Mittelsitz bleibt zwar frei, aber um die Beine schräg zu stellen bedarf es schon einiges an akrobatischem Geschick.

Fast eine halbe Stunde warten wir am Band. Dann aber sind die Taschen Nr. 10 und 11 die unsrigen.

Die nicht mitgereiste Tochter wartet schon, das kurze Parken kostet 16,00 Euro (!!!!!) und es ist 37 Grad heiß.
Freitag, 19. Juni 2026
Bis zu 37 Grad, Starkregen und Gewitter: so sieht die Wettervorhersage für heute aus. Für NRW!
Das werden wir heute auf Corfu auf keinen Fall erreichen. Aber der Weg runter zum Supermarkt und wieder zurück ist schweißtreibend genug. Meine heutige Begleitung, abgesehen von der holden Gattin, die es wieder ins Meer treibt (Wortspiel), sind heute: Fridolin…

…und als nette Überraschung auf dem steilen Weg zurück, das Werk einer unbekannten Künstlerin/eines unbekannten Künstlers

Spiros war heute Morgen nicht im Laden, dafür seine Frau, die mich mit einem strahlenden „Guten Morgen“ begrüßt.
Am Strand und sogar im Wasser ist es heute gut voll und Dumpfbäckchen vergisst wieder zu kassieren. Ein letztes Bier (heute ist auch Mythos in Flaschen aus) und ein Cappucino, ein Bad im Mittelmeer; das war’s 2026 wassersportmäßig auf Korfu.

Der Wirt im „Luuma“ begrüßt mich auch schon mit Vornamen und behandelt uns wie alte Freunde (inklusive Ouzo am Schluss). Nach dem obligatorischen Grillgemüse gibt es Moussaka und Knusprige Hähnchenflügel. Und zum Nachtisch im Angesicht eines glutroten Sonnenuntergangs genießen wir noch Schokosoufflé und Backlava (beides mit Eis).

Inzwischen sind auch noch die Liegen-Oma mit Mann, Tochter, Enkelin und Freunden aufgetaucht, die ich -klaro- mit einem „Kali orexi“ überfalle und die mich großem Hallo begrüßen.


In Panos und Angelas Chaos-Bude sitzen wir noch kurz zusammen, um uns danach zum wiederholten Mal unseren Reisetaschen zu widmen, die irgendwie kleiner erscheinen als beim Hinflug.

Donnerstag, 18. Juni 2026
Heute hören wir zum ersten Mal in diesem Urlaub eine Zickade. Diese permanente Mittelmeer typische Geräuschkulisse scheint völlig verstummt zu sein. Vielleicht ist es auch noch zu früh im Jahr?
Angela schreibt uns heute (2 Tage vor Urlaubsende), was wir zahlen müssen und ob wir nicht morgen gemeinsam essen gehen wollen. Viel zu kurzfristig für deutsche Menschen wie wir es sind. Außerdem hat sie ein Examen erfolgreich abgeschlossen und jetzt eine Planstelle in ihrem Fachbereich in Aussicht.
Dumpfbäckchen (ich entschuldige mich ausdrücklich für diese Verunglimpfung) fällt heute, nach 12 Tagen auf, dass wir (fast) jeden Tag zum Strand kommen.
Ab heute gibt es auch die Möglichkeit, bei ihr etwas aus der Strandbar zu bestellen. Das kann ja heiter werden.

Heute werden wir dem „Alkyon“ untreu und tappern zum „Vales“. Ganz toll wieder hergerichtet! Aber schlecht besucht. Wir genehmigen uns Frappé, Mango- Milchshake und Cappucino. Und genießen die herrliche Lage.

Bis halb sieben bleiben wir am Strand, lachen uns über KI-generierte Fotos unseres Ältesten schlapp und fahren dann zu Dimitris. Da ist die Hölle los. Der Laden brummt. Der Gastgeber kriegt das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Auf die Frage, ob das bei Facebook veröffentlichte Foto seine neue Küche zeige , antwortet er trocken: „Nö, wir haben nur mal die alte geputzt.“
Wir nehmen Meze für Zwei; eine extra Portion Sardinen und Lammkeule. Der große Andrang tut der Zubereitung der Speisen gut. Alles ist frisch, alles kommt heiß auf den Tisch. Es herrscht bei uns mal wieder größte Zufriedenheit mit Dimitris Küche. Und preiswert war’s auch noch.
Mittwoch, 17. Juni 2026

Letzte Nacht war mein Waterloo im WM-Tippspiel. Ein Spiel verpasst zu tippen, bei dem alle anderen punkten und einen Tipp vergeigt. Zack. Das war’s. Dabei hätte ich das Geld so gut gebrauchen können…

Heute fahren sie wieder, wie an einer Schnur aufgereiht, zur Schmetterlingsbucht. Wahrscheinlich gibt’s da jetzt nur noch Stehplätze.
Endlich erreichen die Tomaten auch wieder Normalgröße. Halber Blumenkohl in etwa.

So richtig viel ereignet hat sich heute nicht. Während in Deutschland schon alle wegen der bevorstehenden drei Tagen Hitze am Rad drehen, mit schulfrei, Warnungen, und und und, ist es hier äußerst angenehm. Die Meeresoberfläche wie ein Tischtuch, die plätschernde Dünung und ein leicht kühlender Wind sorgen für Entspannung bei uns und beim albanischen Obstagenten.

Einzig außergewöhnliches Ereignis heute: in der Strandbar gibt es kein Bier vom Fass, nur Flaschenbier. Aber das war zu verkraften.
Aus dem Liegestuhl heraus organisiere ich Tischreservierungen für heute im „Blue Heaven“ und für morgen im „Brouklis“ und wir haben uns auch schon auf das „Luuma“ am letzten Abend verständigt.

Wir quälen uns dann abends eine schweißtreibende halbe Stunde bis zum „Blue Heaven“ und werden wieder äußerst zuvorkommend und freundlich bewirtet. Tsatsiki (sehr spicy), Saganaki (eher vom Typ Schuhsohle) und eine warme Vorspeisenplatte der Extraklasse. Natürlich serviert mit dem selbst gebackenen Brot. Wirklich top. Für mich, gibt es dann als Hauptspeise gefüllten Tintenfisch, ein Gedicht!

Auch heute spendiert die Küche Panna Cotta mit Schokoladensoße aus der Tube. Nicht jedermanns Sache. Aber die meine!
Auf dem Rückweg sind die Temperaturen gefühlt um 10° gesunken und wir schaffen den letzten Kalorien verbrennenden Anstieg ohne eine Pause einzulegen.
Danach genießen wir nur noch die Aussicht vom Balkon. Nicht auf den Dom, sondern auf die schmale Sichel des zunehmenden Mondes, die malerisch über der Bucht und Porto Timoni steht. Fotografisch kaum einzufangen.

Dienstag, 16. Juni 2026
Aus der Heimat erfahren wir, dass sich die unsympathische asiatische Hornisse auf unserem Sportplatz niedergelassen hat und jetzt große Unsicherheit herrscht, wie man die invasiven Viecher wieder weg bekommt. Hier auf Korfu haben wir diesbezüglich tatsächlich Glück in diesem Jahr. Die Wespen sind noch nicht ausgeflogen und von den üblichen Mückenproblemen sind wir auch verschont geblieben.
Fest steht allerdings schon jetzt, dass sich dieser Urlaub nahtlos in die große Anzahl der nicht-ganz-so-aktiven Korfuaufenthalte einreihen wird. In diesem Jahr sind wir sogar zu faul, das Geschirr nach dem Spülen wieder in den Schrank zu räumen.

Weil das Wetter heute unbeständig werden und für den Strand wenig taugen soll, diskutieren wir erst einmal, ob alternativ ein Besuch von Korfu-Stadt sinnvoll wäre. Während der Diskussion kommt immer mehr die Sonne raus und Korfu-Stadt hat sich erledigt.
Aaaber: Angesichts der Schaumkrönchen auf den Wellen revidieren wir dann doch noch einmal unsere Entscheidung und fahren nach Korfu-Stadt.
An den Serpentinen hoch zum Troumpeta-Pass fallen die neuen Straßenleuchten auf. Mit Solarenergie versorgt und LED-Technik ausgerüstet. Offenbar hat es dafür Fördergelder gegeben. Denn die Masten stehen geschätzt alle 20 Meter. Beidseitig. Mitten in der Einöde. Das dürfte nachts eine Helligkeit wie auf Belgiens Autobahnen geben. Why? Lichtverschmutzung lässt sich offenbar ebensowenig ins Griechische übersetzen wie Mülltrennung, Plastiktütenverbot oder Nachhaltigkeit.
Entgegen unserer Befürchtungen finden wir Platz auf dem altbekannten Parkplatz am Fährhafen. Umso überraschter sind wir, als wir direkt um die Ecke auf eine völlig neue Parkfläche stoßen. „Corfu Parking 2“. Dort ist noch jede Menge frei und überhaupt hat sich die Verkehrssituation in der Stadt irgendwie entspannt. Vielleicht liegt es ja tatsächlich an diesen neuen Parkmöglichkeiten.
Nicht weit, auf dem Weg in die Altstadt, liegt die Seifenfabrik Patounis, die schon mal von Tamina Kallert in „Wunderschön“ vorgestellt wurde und die die holde Gattin immer schon mal besuchen wollte. Die Nase weist uns den Weg. Technik kommt in der kleinen Manufaktur so gut wie garnicht vor. Alles Handarbeit. Unter ausschließlicher Verwendung von kalt gepresstem Olivenöl.

Laut Prospekt kannst Du mit der Seife quasi alles machen. Körperpflege, Klamotten waschen, Klo desinfizieren, Haare färben, Zähne putzen, Blattläuse killen und Autowaschen.

Wir versprechen, auf dem Rückweg noch einmal vorbeizukommen. Denn wir wollen die Seife ja nicht die ganze Zeit mit uns schleppen.
Vorbei an total stylisch gestalteten Cafés und Boutiken (wahrscheinlich alles den Besuchern geschuldet, die von den Kreuzfahrtschiffen in die Stadt ausgespuckt werden) gelangen wir zu dem kleinen Café am Alten Rathaus, von wo aus man herrlich die Touristenströme beobachten kann. Leider ist der gigantische Jacaranda-Baum, der früher so intensiv duftete, irgendwie erkrankt und trägt kaum noch Blüten.

Anschließend wagen wir uns in das kleine Ledergeschäft auf der Ecke in der Fußgängerzone, wo es uns immer wieder hinzieht, wenn wir schon mal in der Stadt sind. Wir (die Holde) hat Interesse an einer Reisetasche und wir lassen uns ausführlich beraten. Natürlich ist es laut Verkäufer das Beste und Strapazierfähigste, das die italienische Lederindustrie aktuell anzubieten hat. Leder, das vegan ernährten argentinischen Büffeln unter ärztlicher Aufsicht abgezogen wurde. Er geht zwar noch von knapp 300 € auf 210 € runter, aber wir bitten uns Bedenkzeit aus und suchen noch drei weitere Ledergeschäfte auf, ohne allerdings fündig zu werden.

Also marschieren wir zurück zu Gregory und Natascha (so heißt das Ehepaar, das den Laden führt, wie wir später erfahren) und schlagen zu.

Wir unterhalten uns noch lange mit den beiden, die das Geschäft schon seit 33 Jahren und damit dort auch ihr Leben führen. Wir tauschen unsere Namen aus, geben Instagramadressen weiter und plauschen ganz allgemein über den Ruhestand, wirtschaftliche Probleme und so weiter und so weiter. Mal sehen, ob die neue Tasche das hält, was uns der Händler verspricht.

Nachdem ich noch mit einem Hemd und einem Gürtel ausgestattet worden bin, geht’s wieder zur Seifenfabrik zum Einkauf. Etwas irritierend wirkt ein fliegender Händler, der bei schweißtreibenden Temperaturen gerade seinen Holzkohlengrill anheizt, um Maiskolben zu grillen.
Auf der Rückfahrt schießt meine Beifahrerin dann noch eine imposante Fotoserie aus dem fahrenden Auto heraus von der im Hafen liegenden „Oceania Allura“:








Und danach noch die Preisanzeige vor einer örtlichen Tankstelle.

Aller Unschärfe zum Trotz: 1,69 Euro für den Liter Diesel? In Griechenland? Auf einer Insel? Schon wieder dieses Gefühl von
Vollverarschung.
Im „Mon Amour“ gibt’s heute Stifado for me. Den Rest (Tsatsiki, Greek Salad, Pitabread, Saganaki) hat der Kellner schon auswendig drauf und fragt zusätzlich vorher in der Küche nach, ob‘s Tarama gibt (war nämlich beim letzten Mal aus). Leider nicht.
Plötzlich regnet es drei Tropfen und über die Terrasse wird eine Überdachung ausgefahren.
Im Supermarkt des schleimigen Mann gewordenen Traums jeder Schwiegermutter, wird nochmal in Sachen Joghurt nachgelegt. 1 kg, 10%, 4 x frühstücken.
Unverschämt: Hier sind die Strandtücher 2 Euro billiger als in Kassiopi!
Zitat des Tages, als mir die Äuglein zuzufallen drohen:
Du bist ja schon zwischen Jenseits und Böse
Montag, 15. Juni 2026
27 Grad, aber es weht permanent ein unangenehm kühlender Wind. Die Griechen haben Sweaties und lange Hosen an. „Wie im Winter, ist das hier.“ wird gemeckert. Auch die See kocht ordentlich hoch.

Porto Timoni ist heute das abendliche Ziel. Wir parken in the center of the village of Afionas zum special price (best in town) von 5 Euro.
Für einen ansonsten ja immer magischen Sonnenuntergang brauchen wir uns heute auf dem Bergkamm nicht lange aufhalten: am Horizont ist es doch sehr diesig und die Sonne früh verblasst.

Im Restaurant, das heute am Montag zum Glück keinen Ruhetag hat, wie so viele andere Tavernen, ist ganz schön viel los. Zwar haben sich Wind und Wellen mittlerweile beruhigt, aber hier oben auf dem Berg ziehen wir es vor, drinnen zu sitzen. Und da gibt es tatsächlich nur noch zwei Tische, die nicht reserviert sind. Atmosphäre und kulinarisch ist es aber wieder der Hit. Als Vorspeise gibt es eine Auswahl von Dips (Olivencreme, Tsatsiki, Taramo, Fetacreme) mit Pitabrot.

Das wäre auch mal eine interessante Alternative für die Kindergeburtstage bei Familie K. Die Kinder kriegen in die Förmchen entweder eine Auswahl an Eis oder Süßigkeiten (Smarties, M&Ms, …) und die Erwachsenen ebensolche Dips. Von mir aus auch Schnäpse zum Abschluss.
Wir haben als Hauptspeise Feta Cruck (knuspriger Feta mit Sesam und Honig) und mit Feta gefülltes Bifteki. Optisch genial: der von einem Gurkenstreifen gehaltene Salat. Wobei Anfang und Ende des Streifens mit Balsamico zusammen geklebt waren. Das würde selbst bei Romy K. aus W. ein verzücktes „Hmmh“ auslösen.


Obendrauf dann noch Orange Pie (hatten wir bisher überhaupt noch nicht) mit Eis.

Und zum Schluss noch zwei Episoden, die ein wenig erklären, was uns so mit dieser Insel und seinen Menschen verbindet: Auf dem Weg zum „Porto Timoni“, kommen wir am „Luuma“ vorbei, das hoch über der Straße trohnt. Und von oben winkt uns der Chef freundlich zu und wünscht einen schönen Abend. Im Restaurant „Porto Timoni“ werden wir natürlich gleich wiedererkannt und bei Handschlag begrüßt und als ich den Kellner nach dem Unterschied zwischen Sofrito und Stifado frage (ich vergess das wirklich immer) schaut er mich ungläubig an und sagt: „Das ist jetzt nicht dein Ernst. Du kommst seit etlichen Jahren nach Korfu und DU stellst mir jetzt diese Frage?“
Sonntag, 14. Juni 2026
Heute ist Angela mit den Jungs hier. Sie muss ihre Apartments Nummer eins und Nummer drei auf Vordermann bringen. Unseres, weil die sieben Tage jetzt rum und das im Erdgeschoss, weil die Gäste abgereist sind. Noch immer wissen wir nicht, was wir in diesem Jahr zahlen müssen.

Das Wetter hat sich wieder beruhigt und nach einem, wie immer, späten Frühstück begeben wir uns zum Strand. Unsere Kelly Bundy ist so in ihren eigenen Dingen vertieft, dass sie uns gar nicht wahrnimmt. Um uns herum kassiert sie den ganzen Tag über fleißig ab, aber uns hat sie irgendwie nicht auf dem Schirm. Als sie dann irgendwann auf mich zukommt und mich fragt, ob wir schon bezahlt hätten, kann ich nicht widerstehen und bejahe. Voll gemein, ich weiß, aber sie hat es nicht anders verdient. Noch nicht mal um die Abfälle, die die Gäste hinterlassen haben, kümmert sie sich.
Als ich hoch in die Strandbar gehe, kommt mir der Kellner schon mit einem frisch gezapftem Mythos im geeisten Glas entgegen. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Unglücklicherweise haben wir uns dazu entschlossen, heute im „Blue Heaven“ zu speisen. Unglücklicherweise deshalb, weil wir nach einem langen Fußmarsch abgewiesen werden, weil die Bude voll ist. Also setzen wir uns ins benachbarte Restaurant, das aber (es fällt erst beim studieren der Speisekarte auf). nur Snacks anbietet. Dann eben wieder den Rückmarsch antreten, vorbei am „Delfini“, wo ein gutes Dutzend Tische noch frei sind. Echt bemitleidenswert. Als wir uns fast schon entschieden haben, bis zum „Marina“ direkt an „unserem“ Strand zu latschen, kommen wir am „Mythos“ vorbei und beschließen spontan, obwohl es jetzt das dritte Mal ist, hier einzukehren.

Übrigens sind alle Lokale, an denen wir vorbeikommen proppenvoll. In einigen sind Bildschirme aufgestellt und das vornehmlich deutsche Publikum verfolgt das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao bei der WM.
Im „Mythos“, auch gut besucht, wird meiner holden das letzte fangfrische Stück Thunfisch und mir ein Grillteller serviert. Mir ist heute mal nach Fleisch. Vorher aber gibt es noch einen Salat „Corfu“. Mal was ganz was anderes. Ruccola mit süßen Feigen, Schinken und kandierten Kumquatfrüchten. Scharf mariniert in Balsamico.

Wie zu erwarten, überfordert mich die Menge Fleisch auf meinem Teller. Man kann es auch übertreiben. Satt bis zum Stehkragen erreichen wir unsere Unterkunft, wahrscheinlich ähnlich geschlaucht wie die deutsche Mannschaft nach dem 7:1 Erfolg.
Samstag, 13. Juni 2026
„Bergfest“. Die Hälfte des Urlaubs ist rum. Fangen wir mit ’nem Foto an:

Die stammen nicht vom Obsthändler am Strand, sondern wurden von der nicht mitgereisten Tochter in Niederkrüchten gepflückt.
Heute ist tote Hose am Strand. Vermutlich steht ein größerer Quartierswechsel an. Zudem ist es windig und das Meer unruhig. Wieder einmal darf die Thai-Tante an meiner holden Hand anlegen. Und Kelly Bundy kriegt mal wieder nix geregelt -außer mehrmaliges Umziehen.
Letzter Halt vor der Rückkehr vom Strand: Tisch 53 im „Alkyon“.

Jetzt, da die WM läuft, ist der deprimierendste Moment jeden Tag der Blick auf das mit harten Bandagen geführte Krämersche Tippspiel. Ich will es auch gar nicht weiter im Detail ausführen. Nur so viel: hinter mir sind nicht mehr allzu viele Tipper platziert.

Wir wandern zum zweiten Mal Richtung „Mythos“. Heute hat das junge Mädel (Wirtstochter?) das Kommando. Schon die Bestellung ist schwierig. Unser beider Englisch ist nicht so ganz deckungsgleich. „Any fresh fish tonight?“ „Fish? Mmh.“ Zwischendurch hatte ich auch ein wenig Angst, von ihr gehauen zu werden.

Sieht man einmal davon ab, dass meine Holde erst gegrillten Tintenfisch statt des bestellten frittierten serviert bekommt (wurde auch anstandslos getauscht), ist es wieder perfekt. Griechischer Salat, Tsatsiki mit kräftiger Dillnote, Dolmadakia (Weinblätter gefüllt mit Reis, Kräutern und Olivenöl) und Thunfischsteak.


Noch beeindruckender als die Vitrine mit den frisch gefangenen Fischen, die ich inzwischen entdeckt habe, ist allerdings der gemischte Grillteller für zwei (42,00 Euro), den das britische Paar am Nachbartisch bestellt hat. Von der Menge her dürfte das in etwa der halben Theke von Gotzen entsprechen. Schon nach wenigen Minuten lassen sie sich einen Karton bringen, wo hinein der Großteil der Platte geschoben wird (oben drauf das Gemüse).
Während wir zu Tisch sitzen, hat der Wind schlagartig aufgehört. Und auf dem Rückweg stellen wir fest, dass es verdammt kühl geworden ist. Unterwegs kommt uns massenweise „Frischfleisch“ entgegen, das heute mit zahlreichen Bussen angekarrt wurde.


Freitag, 12. Juni 2026
Heute Morgen ist es so weit: Die Erholungsphase unseres diesjährigen Korfu-Aufenthalts setzt ein:

Ich setze eine Orangenhälfte auf unsere coole Saftpresse und warte dann darauf, dass der Motor anspringt. Kann es ein eindeutigeres Zeichen geben?
Der gestern gar nicht so knurrige Wirt hatte uns gestern nur anhand des abendlichen Wolkenbildes starken Wind vorhergesagt. Und tatsächlich: Zwar fällt kein Regen, wie er in einer unserer zahlreichen Wetter-Apps angekündigt wurde, aber das Meer ist ganz schön in Aufruhr.
Beim kontrovers geführten morgendlichen Frühstücksmeeting entscheiden wir uns daher, heute nicht an den Strand zu gehen, sondern nach Kassiopi aufzubrechen. Eine weise Entscheidung!
Rund um den Ort ist parkplatzmäßig natürlich wieder die Hölle los, aber auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz im Zentrum sind noch genügend Plätze frei. Und bei pauschal sechs Euro kann man wirklich nicht meckern.
In der Stadt schieben sich die Touristenmassen durch die Gassen. Läden und Lokale sind überall gut besucht. Zuerst wagen wir allerdings den Aufstieg zur byzantinischen Burg. Der Ausblick von hier oben auf den kleinen, idyllischen Hafen ist einfach grandios.
Anschließend setzen wir uns in eine Bar direkt am Wasser und gönnen uns Crêpes und Schokosoufflé. Der ganze Ort hat etwas von Saint-Tropez – jedenfalls so, wie wir es uns vorstellen. Überall findet man in den Geschäften Produkte, die nicht aus Massenproduktion stammen und die dementsprechend ihren Preis haben. Auch wir werden natürlich fündig: ein Mini-Bildchen für die Fotowand, ein Kirchlein für die Modelleisenbahn, ein Kleidchen für die Gattin und am Ende noch zwei neue Strandtücher.






Für heute Abend haben wir einen Tisch im „Gravia“ hoch über Arillas reserviert. Da wir außerdem noch zur kleinen Kapelle am Ende des Bergrückens wandern wollen, bedarf es einer genauen Zeitplanung. Am Ende passt aber alles perfekt.
Unterwegs bieten sich atemberaubende Ausblicke die Steilküste hinunter auf Arillas und seine Bucht mit der Krokodilinsel. Ständig pfeift uns der Wind um die Ohren.
In der Bar „Akrotiri“ ist die Hölle los. Alle warten auf einen weiteren spektakulären Sonnenuntergang. Ein Stück hinter der Bar steht ein völlig neu gebautes Feriendomizil – eher schon ein Resort –, das man ab diesem Sommer für 10.000 Euro pro Woche buchen kann. Fünf Schlafzimmer, sechs Badezimmer, ein riesiger Pool und eine Wahnsinnsaussicht auf die Bucht von Agios Stefanos. Bei Bedarf lässt sich sogar ein Koch hinzubuchen.




Noch einmal 200 Meter weiter hat ein Grieche die findige Idee gehabt, hier oben einen Imbiss einzurichten. Er hat zwischen Olivenbäumen und am Rand der Steilküste ausrangierte Möbel drapiert, eine kleine Bar hochgezogen und hofft nun auf Gäste. Das Ganze wirkt allerdings eher (Entschuldigung) wie ein Obdachlosencamp in der Kölner Innenstadt. Hoffentlich hat der Mann eine Genehmigung vom Ordnungsamt.
Die Kapelle, die wir schließlich erreichen, ist erstaunlich gepflegt und liebevoll ausgestattet. Sie ist nicht abgeschlossen und bietet Gelegenheit zum Innehalten.

Um eine Säule herum, die vor der Kapelle errichtet wurde, liegen zahlreiche Votivplatten und -steine mit Wünschen für Lebende und Verstorbene.


Wie es sich für richtige Deutsche gehört, erreichen wir natürlich auf die Minute genau das Restaurant. Es sind noch genügend Tische frei, reservieren hätten wir eigentlich gar nicht müssen. Wir entscheiden uns gegen einen Platz im Freien. Eine weise Entscheidung, denn draußen zieht es wie Hechtsuppe, und frisch ist es auch.
Die holde Gattin scheint so hungrig und in Gedanken versunken zu sein, dass sie den Teller Tsatsiki samt vier Scheiben Pitabrot komplett allein verzehrt, ohne dass ich auch nur die geringste Chance hätte, etwas abzubekommen.
Ich bestelle, mal wieder, gegrillte Kala Marie (die Diktatfunktion des iPhones hat hier offenbar noch Verbesserungspotenzial 😂), während sie sich für Saganaki entscheidet. Zum Abschluss gibt es für sie noch einen Cheesecake. Allerdings nur mit einem Löffel und nicht mit zweien, wie es der Kellner großzügig angeboten hatte.
Das Essen ist wieder hervorragend, die Atmosphäre und der Blick hier oben einfach nur entspannend. Die einzige Enttäuschung des Abends: Es taucht keine Gruppe aus dem benachbarten „Ouranos“ auf, die zur Gitarrenbegleitung deutsche Wanderlieder singt, wie es im vergangenen Jahr der Fall war. Vielleicht gibt es für Selbstfindungskurse inzwischen keinen Bedarf mehr. Wer weiß?
Wir selbst finden uns jedenfalls einige Zeit später im Tiefschlaf wieder. Der Tag hat Kraft gekostet – aber auf die schönste Art und Weise.

Donnerstag, 11. Juni 2026
(Fast) nichts zu berichten heute. Außer vielleicht, dass das erste Kilo Joghurt (griechisch, 10%) bereits heute zur Neige geht und die Fußball-WM beginnt.

Nebenan sind neue Gäste angekommen. Ungarn. Können kein Englisch, aber Deutsch. Tommy, der Englisch und Griechisch, aber kein Ungarisch kann, bittet mich, der Deutsch, Englisch und Gladbacher Platt kann, „überkreuz“ zu dolmetschen. Klappt super.
Festzuhalten bleibt auch, dass die frühere Strandtaverne „Vales“ jetzt als „Pirates Snackbar“ zu neuem Leben erwacht ist.
Und da wäre noch das
Drama um „Fishermans Cabin“
Korfus beste Fischtaverne. Fünf Kilometer jenseits der Zivilisation, mitten im Olivenhain, geführt von einem etwas grummeligem Wirt. Keine Speisekarte im eigentlichen Sinne. Auf den Tisch kommt, was ins Netz ging. Alle Tische im Freien unterm Olivenbaum. Nicht ganz billig, dafür atemberaubende Sonnenuntergänge inklusive.
Gestern via WhatsApp einen Tisch reserviert. Bestätigt mit dem Hinweis, dass die Anfahrt mit Auto nicht möglich sei. Egal, wir latschen da sowieso immer zu Fuß hin. Um sieben bei immer noch knapp 30 Grad losmarschiert. Ein Handtuch und trockene Sachen im Rucksack. Nach einer Stunde schweißgebadet ankommen ist Standard. Nach den heftigsten Steigungen und etwa der Hälfte des Weges ist ebendieser komplett nicht mehr vorhanden. Das Februar-Unwetter hat ihn ins Meer gespült. Eine Bergausrüstung und bergsteigerische Erfahrung wären jetzt nicht schlecht.






In der Taverne -jetzt nur noch zu Fuß und von trittsicheren Menschen erreichbar- sind wir die einzigen Gäste! Später werden noch drei weitere Tische besetzt. Der Wirt ist total verzweifelt. Seine Existenz steht auf dem Spiel und die Kommune zeigt keinerlei Bereitschaft, die Straße wieder instandzusetzen.
Trotzdem wird gekocht. Steinbeißer-Steaks und Garnelen vom Grill. Ein Gedicht! Danach ein Likörchen und ein Tsipouri vom Wirt, und die Bitte, uns für ihn bei der Kommune einzusetzen.



Noch im Hellen machen wir uns mit vollem Bauch, frischem Mut, aber ohne Handtuch (das muss der Wirt mit den Servietten entsorgt haben) auf den abenteuerlichen Rückweg.
Und meistern auch den.


Mittwoch, 10. Juni 2026
Sie zieht das wirklich durch: vor dem Frühstück 15 Minuten den Berg runter zum Strand, 20 Minuten schwimmen und wieder zurück über die steilen Treppen in der Appartement-Anlage „Flora“. Respekt!
Ich geh ‚nur‘ zum Supermarkt und zurück. Mit dem einen oder anderen Fotostop unterwegs. Zum Beispiel:



Praktisch: Sobald sich der Schiffsverkehr in der Bucht wieder beruhigt, weiß ich: Frühstückstisch decken, gleich ist sie wieder zurück.
Heute war ihr die „Mouna“ ein bisschen im Weg, 49 Meter lang, 9 Meter breit, 11köpfige Crew, Platz für 10 Gäste. Eigner ist der saudische Milliardär Nasser Al-Rashid. Man kann sie für schlappe 200.000 €/Woche chartern.

Die Eignerkabine auf dem Hauptdeck, erstreckt sich über die gesamte Breite und verfügt über zwei Badezimmer und ein Arbeitszimmer. Wellnessbereich natürlich mit Sauna und direktem Zugang zum Hauptsalon und zur Badeplattform. Vielleicht ist ja George Clooney an Bord. Der macht hier öfter Urlaub.
Nach dem Frühstück setzen wir uns bzw. die strickende Gattin sich mit dem Thema Maschentrenner auseinander. Auf YouTube ist das Problem irgendwo zwischen Mülltrennung und Tabstop angesiedelt. So‘n Plastikteil wird in die Fäden geklemmt und darf sich dann oder darf sich nicht beim weiteren Stricken weiterbewegen. Jedenfalls konnte es eine nervige Strickliesel aus dem Netz lösen.
Vor Ort, am Strand, wird unseren Strandtüchern heute, nach nur drei Tagen, das Gütesiegel „arschfrüschwer“ verliehen. In der Tat sind die Klamotten, die auf dem Balkon übernachten, morgens richtig klamm. Am Strand haben wir 35 Grad. Kombiniert mit dem frischen Wind ergibt das eine hohe Sonnenbrandgefahr.

Die größte Gefahr am Strand geht allerdings von dem Mädel aus, das für die Vermietung der Sonnenschirme und -liegen zuständig ist. Minütlich vergleicht sie ihre Aufzeichnungen auf einem Blöckchen mit der tatsächlichen Situation, verliert trotzdem immer wieder den Überblick, macht bei den Gästen falsche Preisangaben und ist in der Kommunikation sofort „in einem drin“😆. Quasi die albanische Ausgabe von Kelly Bundy. Zum mehrmaligen Umziehen ist jedenfalls immer Zeit.
Gegessen wird in der Taverne „Mon Amour“. Wenig los heute. Bester Saganaki, bestes Tsatsiki, bestes Pitabrot, bester Salat, bester Rollbraten. Leider wieder kein Taramo; aber das lässt sich verkraften. Danach Obst und ein Ouzo aufs Haus. Inklusive Getränke 40 Euro. Alles wie immer.
Skyo auf dem Balkon.
Trauer daheim: der Holländer macht zu.
Dienstag, 9. Juni 2026
Während er den Supermarkt aufsucht um fürs Frühstück zu sorgen, stürzt sie sich vor dem selbigen quasi direkt unterhalb unseres Balkons ins Mittelmeer. Ausgewertet werden die frühsportlichen Daten natürlich digital. Die Smartwatch zeichnet alles auf. Zunächst schwierig, weil „Pool“ statt „Freiwasser“ voreingestellt war. Dann aber liefert die App eindeutige Ergebnisse. Nur bei der Kurssetzung wäre noch Luft nach oben.

Heute gibt es Brioche-ähnliche „Brötchen“ und frisch gepressten O-Saft.
Yoga-Julia reist ab und Tommy befreit zusammen mit Maria den Balkon vom Schwalbenkot. Denn schon wieder nistet dort ein Paar.
Am Strand kommen wir fast ums Bezahlen herum; aber letztendlich fallen wir dem Mädel doch auf und müssen blechen.
Fester Punkt nach Begrüßung und Kassenbericht ist auf der Strandtagesordnung: „Wo essen wir denn heute?“ Das läuft dann so ab: Ich zu ihr: „Heute darfst du entscheiden.“ Sie: „Nee, mach du mal.“ Während sie im Meer ist, kommt mir das „Luuma“ in Afionas in den Sinn. Spontan wird per WhatsApp ein Tisch reserviert. Dann kommt s aus dem Wasser mit den Worten: Wie wär’s denn heute mit dem „Luuma“?“ TOP top erledigt.
Frohe Kunde aus der Heimat: die nicht mitgereiste Tochter hat wenige Minuten nach Vorverkaufsstart ein Ticket für RAR 2027 erstanden. Wir lassen Champagner und Lobster auffahren, tanzen mit allen Strandbesuchern einen Sirtaki und schließen Wetten auf’s zu erwartende Line Up up 🤣.
In der Strandbar erkundigt sich Maria dann genauestens nach dem derzeitigen Ausbildungs- und Personenstand der nicht mitgereisten Tochter.
Herzliche Begrüßung auch im „Luuma“. Man (Spiros) erkennt uns wieder. Und diese Kombi aus stylischem Ambiente, super bemühtem Personal, esoterischer Musik und stimmungsvollem Sonnenuntergang machen einfach den Unterschied.

Passend dazu das Essen. Nach einer Vorspeisenplatte mit gegrilltem Gemüse geht es weiter mit gegrilltem Oktopus auf Süßkartoffelpürree mir karamellisierten Zwiebeln (ich) und hauchzart frittiertem Baby Kalamari (sie). Als i-Tüpfelchen obendrauf noch Cheesecake und Baklava mit Vanilleeis.






Ouzo von Spiros. Yammas!
Und dann ist da noch dieser Juni-Käfer, bekannt auch als gerippter Brachkäfer (ja, gibt es wirklich), der schon von mir aus der Wohnung vertrieben war, noch einmal zurückkehrt, sich in der Gattin Blondschopf verfängt und unbemerkt ins Schlafzimmer eingeschleppt wird, wo er sich irgendwann bemerkbar macht, von der Blonden mit einem schrillen Schrei ins Nichts weggeschleudert, von mir gesucht und gefunden, gejagt und schließlich eliminiert wird.
Welch eine Aufregung!
Welch ein Drama!
Der Junikäfer!
