Dimitris, Spyros oder Kostas

Dimitris, Spyros oder Kostas?

Ein Name ist nicht nur etwas, womit man gerufen wird.

In Griechenland kann ein Name dafür sorgen, dass ein geliebter Mensch niemals vergessen wird.

Wenn man durch Griechenland reist oder griechische Familien kennt, fällt schnell etwas auf: Gefühlt heißt jeder zweite Mann Giorgos, Nikos, Kostas oder Dimitris. Und bei den Frauen begegnet man immer wieder einer Maria, Eleni, Vasiliki oder Despina. Dahinter steckt eine der schönsten Traditionen des Landes.

Früher war es üblich, das erste Kind nach den Großeltern zu benennen. Der erste Sohn erhielt oft den Namen des Großvaters väterlicherseits, die erste Tochter den Namen der Großmutter väterlicherseits. Die weiteren Kinder wurden nach den anderen Großeltern benannt.

Dabei ging es nie nur um einen Namen. Es war ein Zeichen von Respekt. Ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die die Familie aufgebaut, schwere Zeiten überstanden und den Weg für die nächste Generation geebnet hatten. Wenn ein Kind den Namen seines Großvaters oder seiner Großmutter erhielt, lebte ein Teil ihrer Geschichte weiter. Der Name wurde zu einer Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Vielleicht ist das der Grund, warum für viele Griechen der Namenstag fast wichtiger ist wie der Geburtstag.
Er ist Erinnerung. Er ist Familie. Er ist Herkunft.

Und manchmal trägt ein kleiner Junge oder ein kleines Mädchen mit seinem Namen die Geschichte einer ganzen Generation weiter.

Quelle: Giorgos, Facebook