Samstag, 17.09.22
Heut‘ geht es also wieder los. Times had changed. Krieg in der Ukraine, Energiekrise, Rezession, der Zusammenbruch des Weltklimas, kein Ende der Corona-Wellen. So hatte ich mir mein Rentner-Dasein -seit 1.1.22- eigentlich nicht vorgestellt. Urlaub gaukelt da ein wenig Normalität vor. Abschalten, den Kopf frei kriegen, das Mediale außen vor lassen und sich am Blick auf das Schöne ergötzen.
Korfu, wir haben uns nach Dir gesehnt.
Mal schau’n, wie’s wird. 2022 bleibt alles anders. Viel Routine nach all den Jahren. Aber es wartet auch viel Neues. Aus dem ursprünglich gebuchten Zweipersonenaufenthalt (inkl. griechisch-orthodoxer Taufespäter mehr) ist eine Familiengruppenreise geworden. Erst hat sich solo „die Kleine“ in die Unternehmung eingeloggt und dann folgten „der Mittlere“ mit Frau und Kind. Letztere sind schon am Mittwoch geflogen. Wegen der chronisch-chaotischen Zustände am DUS – Airport vorabends eingecheckt und trotzdem erst mit anderthalbstündiger Verspätung gestartet.
Wegen Queen Elisabeths Beerdigung (am kommenden Montag) wollten wir noch kurzfristig absagen bzw. verschieben. Aber nachdem wir nicht zum Beerdigungskaffee eingeladen wurden…
Auch wir waren schon gestern Abend zum Einchecken am Flughafen. Fliegen trotz Corona: das passt wieder! Keine Nachweise mehr, keine Impfstatusabfragen, keine Online-Einreiseformulare, keine Masken am Airport.
Heute nur noch Auto abstellen, durch die Sicherheitskontrolle, Boarding und der Urlaub fängt an.
So jedenfalls der Plan…
Dann finden wir erstmal das Parkhaus (P9) nicht. 8. Etage in der Mietwagenzentrale. Zufahrt über eine schwindelerregende „Spindel“ mit irritierender Verkehrsführung. Anschließend das Chaos in der Abfertigungshalle. Es verfestigt sich der Verdacht, dass die mediale Panikmache die Verhältnisse dramatisch beeinflusst. Zwar sollen bis acht Uhr nur 11 Flieger abheben, aber anwesend sind, schätze ich, die Passagiere des kompletten Samstags. Jeder in Angst, seinen Flug zu verpassen.
Wir kommen (fast) ohne Probleme durch. Nur das Deo der γυναίκα μου* (undeklariert im Handgepäck) steht zunächst unter Pfefferspray-Verdacht. Im Flieger begrüßt uns die Chefstewardess „an Bord der Boeing 757-300, dem weltweit größten Passagierflugzeug mit nur einem (Mittel-)Gang. Was dieser Umstand für Folgen haben sollte, kann da noch niemand ahnen.
Die Kurzfassung: wir landen statt Samstag, 09:20 Uhr erst am Sonntag, 10:15 Uhr auf Korfu.
*γυναίκα μου [jineka mu].; griechisch: meine Frau
Sonntag, 18.09.22
Korfu empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein, klarer Luft und noch klarerem Wasser. 25 Grad. Und schon im Auto* wird klar: die EU-Corona-Fördermittel wurden gut angelegt und in die Infrastruktur investiert. Auf vielen Straßenabschnitten glänzt neuer Asphalt in der Sonne. Sogar die albanisch angelegte Buckelpiste rauf zum Haus wurde entschärft. Zumindest auf den ersten 200 Metern.
Kinder und Enkel und Maria erwarten uns schon. Wir ruhen uns erstmal die Erschöpfung der Anreise aus den Klamotten. Dann geht’s ins Brouklis zu Dimitris, der von einer Mega-Saison schwärmt.
Die Lammkeule haut mich jetzt nicht so vom Hocker. War wohl noch ein sehr kleines Lamm, dessen Fleisch da auf meinem Teller landete. Aber ansonsten: alles wie immer.
Der Urlaub beginnt.
*Der Autovermieter, Giannis, scheint es versäumt zu haben, uns über eine Preiserhöhung zu informieren. So zahlen wir erstmal nur 420 € für 2 Wochen. Peinliche Situation am Flughafen.
Montag, 19.09.22
Als wäre man nie weg gewesen. Erst runter zu Spiros, wo der Mittlere und „dä Kleen“ schon warten. Dann gemeinsames Frühstück auf dem Balkon. Gemeinsam mit vielen ungeladenen Gästen: Wespen! Eine regelrechte Plage in diesem Jahr.
Dann ans Meer. Sonnenbaden, frisches Obst vom feschen Obsthändler, Frappé, zuckerfreie Kekse und ein spannender Krimi. Uns geht’s gut.

Zuhause scheint der Hitzesommer vorbei zu sein. Da ist die Luft so kalt wie hier (gefühlt) das Wasser. Nach wie vor ein Rätsel der Finanzplanung: ein Sonnenschirm plus zwei Liegen = 7,00 €.
Zum Essen in die „Taverna“. Großes Hallo und kleine Enttäuschung: Kleinere Portionen und furztrockene Lammkoteletts. Dafür ein Ouzo auf’s Haus.
Rommé zum Ausklang. Autor und Schwiegertochter halten sich beim Gewinnen vornehm zurück.
Dienstag, 20.09.22
Wieder so ein herrlicher Morgen. Frisch, aber eine klare Luft und vom Balkon aus der unverstellbare Blick auf das türkisfarbene Ionische Meer. Früher Einkauf bei Spiros, der wegen Anton ganz aus dem Häuschen ist. Er berichtet von einer Mega-Saison und dem Aufatmen nach den Corona-Beschränkungen. Natürlich gibt es eine Flasche Wein zur Begrüßung.
Das schöne Frühstücksambiente scheinen auch die Wespen zu schätzen. Heut ist es extrem. Unser Angebot scheint sich im Volk schnell herumgesummt zu haben.
Bei der Ankunft am Strand fehlen schon wieder Badetücher (erst gestern wurde festgestellt, dass der Autor zwei Hammam-Tücher nicht eingepackt hatte, weil γυναίκα μου sie nicht herausgelegt hatte). Auch am Haus hängen sie nicht, wie eine WhatsApp-Anfrage beim Mittleren ergibt. Vielleicht im Auto vergessen? Nö, auf‘m Weg vom Auto zur Liege verloren und zum Glück wiedergefunden. Der Tag verspricht, doch noch ein schöner zu werden.
Die Kernfamilie gönnt sich ein fettes Eis, während die Schwiegertochter mit demm Kleen eine Freundin besucht, die zufälligerweise im „Honigtal“ Urlaub macht.
Am Ende eines herrlichen Strandtages mit der Diskussion um die Restaurantauswahl für den Abend als einzigen Höhepunkt, dann doch noch ein Wermutstropfen: dä Kleen spielt unter Mamas T-Shirt blinde Kuh, fällt und knallt mit dem Mund auf eine Sonnenliege. Herzzerreißendes Weinen bis in den Schlaf.

Nichts ist vergleichbar mit dem guten Gefühl, an einen vertrauten Ort zurückzukehren und zu merken, wie sehr man sich verändert hat. (Nelson Mandela)
Bevor es ins Nafsika zum „Alten“ geht, fahren Opa und Enkel noch eine Runde Auto. Enkel am Steuer!
Bei der Bestellung trifft‘s den Autor erneut im negativen Sinne. Die Tintenfischringe sind zäh und ölig. Pastitsio und Moussaka hingegen top! Am Ende zahlen wir für 4 Personen 65,00 € für Alles.
Am Abend sind irgendwie alle platt. Um 23 Uhr ist Zapfenstreich.

Mittwoch, 21.09.22
Es stürmt, es ist bewölkt, es ist kühl und es hat am frühen Morgen einige Tropfen geregnet. Doch Frühstück auf dem Balkon ist allemal möglich.
Heute soll gegen Mittag die nachreisende Tochter auf Korfu ankommen. Und das tut sie auch. Mit RyanAir von Weeze aus. Am Niederrhein hat es 6 Grad Außentemperatur und Bodenfrost. Wir kommen knapp zum Abholen am Flughafen an, weil Regen am Morgen ist für Massen von Touristen das Startsignal für einen Tag in Korfu-Stadt. Eine Karawane von Mietwagen quält sich durch die Straßen. Dazwischen überfüllte Busse und an den Bushaltestellen noch mehr Menschen. Zum Glück ist kein einziges Kreuzfahrtschiff angelandet.
Dafür ist es bei Lidl angenehm leer. Für dä Kleen sollen wir veganen Joghurt mitbringen. Ein Widerspruch in sich, ich weiß. H γυναίκα μου entscheidet sich spontan für einen komplett griechisch beschrifteten Becher. „Weil da eine Wiese drauf abgebildet ist. Und Gras ist doch Veganer!?“
Wir füllen einige Vorräte auf, erwischen noch eine Lücke auf dem eigentlich schon voll besetzten gebührenpflichtigen (5,00€/Tag) Parkplatz am Fährhafen und machen uns auf den Weg zu Angela. Inzwischen ist es wieder ordentlich warm und wir kommen ganz schön ins Schwitzen.
Großes Hallo bei griechischem Kaffee und eingelegten Feigen.
Danach orientieren wir uns Richtung Zentrum und entdecken ganz neue Ecken in der Stadt.



Im Gewürzladen „Sweetnspicy“ wird Minze gekauft und an der Touri-Meile ein paar Souvenirs.
Der daheim gebliebene Rest der Truppe hat das „Olympia“ in Agios Stefanos zum abendlichen Ziel auserkoren. Dort pfeift der Wind ganz schön und wir sitzen geschützt drinnen; nachdem wir einen Abstecher bei Maria gemacht haben, die aber -wie immer, wenn wir dort sind- Frühschicht hatte.
Gegenüber vom Olympia hat ein neues Restaurant geöffnet. Wir aber lassen es uns bei „Albano“, wie wir den Chef zu nennen pflegen, gut gehen. Tolles Essen. Ein gelungener Abstecher. Und Albano ist stolz und hoffnungsvoll, auch unsere nächste Generation als Gäste begrüßen zu können.
Zum Abschluss noch eine Runde Rommé auf dem Balkon. Dä Kleen war platt und pennt durch. Es wird reichlich albern und für die Schwiegertochter ob des einen oder anderen familiären Lachflashs zeitweise auch etwas irritierend.

Donnerstag, 22.09.22
„Dä Kleen“ lässt es sich nicht nehmen, nach dem Einkauf bei Spiros liebevoll die nachgereiste Tochter zu wecken. Maria überrascht uns zum Frühstück mit zwei großen Tellern in Honig schwimmender Loukoumades, die ruckzuck verputzt sind. Später bringt sie noch zwei warme Decken. Die Damen frieren des Nachts.
Die Fahrt zum Strand gestaltet sich schwierig. Vor’m albanischen Geldwäschehotel laden mit stoischer Gelassenheit einige Griechen ausgediente Kühltruhen auf einen LKW und blockieren unsere Weiterfahrt. Übrigens stinkt es dort noch immer ganz übel nach Fäkalien.
22 Grad am Strand, aber es weht ein frischer Wind. H γυναίκα μου hat ihre Lesebrille im Appartement vergessen und die Boje, die als Orientierung für ihre Schwimmstrecke dient, ist auch verschoben. Der Tag kann nur noch besser werden. Wird er auch, nachdem sie selbst und die nachgereiste Tochter es im kühlen Mittelmeer bis zur letzten Schwimmkugel an der „Bootseinfahrt“ geschafft haben. Und wieder zurück, klar.
Der Mittlere und die nachgereiste Tochter versuchen sich an „Logicals“ (rätseln auf hohem Niveau). Heraus kommt dabei u.a., dass wir uns heute nochmal in der Taverna beköstigen lassen.
Außerdem lernt „Dä Kleen“ Olivia und ihre Eltern kennen. Eine ukrainische Familie auf Korfu in Urlaub. Während in ihrer Heimat der Krieg mit einer von Putin verfügten Mobilmachung um eine weitere Stufe zu eskalieren droht.

Im hungrigen Übermut bestellen wir in der Taverna „Mon Amour“ den griechischen Salat, Tarama, Tsatsiki, Pitabread, Meze Onassis und Dolmadakia (gefüllte Weinblätter). Dazu Cola, Wasser, Rotwein und Bier.
Zum Hauptgang gibt es Mixed Grill und Pita/Gyros-Souflaki. Zwischendurch wird uns Katharina, die Enkelin des Chefs vorgestellt, die inzwischen 13 ist und uns immer irgendwie begleitet hat.
Es macht in den Restaurants und bei deren Betreibern mächtig Eindruck, dass nun unsere nächste Generation dieses Land und seine Gastlichkeit zu schätzen beginnt.
Als wir, nach süßen Trauben und Ouzo auf‘s Haus, aufbrechen wollen, ist die nachgereiste Tochter plötzlich verschwunden. Der Türmechanismus auf dem WC hat sich verhakt und entlässt sie erst nach einiger Zeit aus der misslichen Lage.
Für das üppige Essen zahlen wir 73,00€ und kippen auf dem Balkon beim Kartenspiel einige Ouzo zur Verdauung hinterher. Ob‘s daran liegt?: der Autor und bekennende Rommé-Kritiker gewinnt.
Freitag, 23.09.22
Nachts und frühmorgens ist es mit 13 Grad schon ganz schön „kalt“. In der Heimat zeigt das Thermometer um diese Tageszeit derweil nur noch einstellige Gradzahlen an. Und aus Düsseldorf werden schon wieder katastrophale Verhältnisse am Airport gemeldet. Dabei fangen die Herbstferien erst in einer Woche an.

Angela wollte noch vorbeikommen, um die junge Familie kennenzulernen, sagt aber wieder ab, weil Panos das Auto braucht. Diese Probleme kennt man doch irgendwoher.
„Dä Kleen“ hat eine unruhige Nacht hinter sich. Und damit auch seine Eltern. Schnupfen? Zähne? Bauchweh? Reisefieber? Corona? Doc Google bietet ein breites Spektrum an Diagnosen. Jedenfalls fühlt sich später am Abend auch seine Mutter kränklich.
Am Strand genießen wir einen weiteren schönen Urlaubstag. Die nachgereiste Tochter und ihr Bruder gönnen sich für 15,00€ eine Stunde Standup-Paddling oder SUP, wie die Wassersportfreaks am Strand zu sagen pflegen.
Bei Dimitris (wieder rappelvoll und ohne Tischreservierung läuft gar nix) sind wir fix durch. Das ganze Bestellte lassen wir auf einmal kommen und hauen fix rein. Meze, Fisch, Fleischbällchen, Saganaki, … und am Ende bekommt die nachgereiste Tochter auch noch den leckeren Kuchen, luftdicht verpackt, mit auf den Weg.

Am Ortsende von Arillas stellt des Autors Weib dann fest, dass sie ihre Handtasche im Lokal vergessen hat. Also Umdrehen und siehe da: Dimitris war schon fündig geworden und der Urlaubsfrieden wiederhergestellt.
Es wird ein kurzer Abend und eine ebensolche Nacht.
Samstag, 24.09.22
Beim Abschied -irgendwo hinter dem Berg lässt sich der dämmernde Morgen erahnen- will dä Kleen Opas Arm gar nicht mehr verlassen. Um 7:00 Uhr startet die junge Familie zum Flughafen, wo‘s dann auch pünktlich losgeht.
Schön war die Zeit mit Euch!
(Wir selber erinnern uns daran, dass wir letzten Samstag um diese Uhrzeit in Thessaloniki auf dem Rollfeld standen…)
Die Zurückgeblieben gönnen sich danach ein größeres Mützchen Schlaf als üblich und während sich der Autor vom Brot holen die Straße hoch schleppt, zieht über ihm eine Boeing 757 eine Rechtskurve Richtung Deutschland.

Der Wind frischt tüchtig auf und am Strand überwiegen die Gänsehautmomente. Vermutlich aus diesem Grund bekommen wir einen Schirm in vorderster Reihe.
Und dann das: Eine ver(w)irrte Wespe sticht den Autor anlasslos in den Fuß.
Im „Vales“ ist tote Hose. Keine Gäste, keine Bedienung. Also orientieren wir uns wieder Richtung Alkyon, schlürfen Cappu und Frappé und halten Smalltalk mit der Chefin. Am Strand werden die ersten Reihen Sonnenliegen abgebaut. Saisonende oder Sturmflut im Anmarsch?

Nach einem Sonnenuntergang mit unbeschreiblichen Rottönen erst ATM, dann „The Night Owl“ in Afionas. Wieder einmal viel zu viel auf dem Tisch. Eine frische Goldbrasse, Souvlaki und Gambas zum Hauptgang. Vorher Knofibrot, Griechischer Salat, eingelegter Oktopus, Taramas, und Tsatsiki. Opulent und tierisch lecker. Nur der Kräuterschnaps hinterher war etwas sehr weihnachtlich angehaucht.

Am Ende bleibt wieder eine Handtasche am Stuhl hängend zurück.
Es ist 14 Grad und wir machen im Auto die Heizung an…..
Sonntag, 25.09.22
Heute soll das vermeintliche Highlight unseres diesjährigen Korfu-Urlaubs stattfinden. Die Taufe von Klein-Thiofolos. In zwei Wochen wird er ein Jahr alt und wurde bisher nur mit „Baby“, „Schatz“ oder anderen Kosenamen gerufen.
[Hoffentlich lesen unsere griechischen Freunde die folgenden Zeilen nie!]
Rund einhundert Gäste kommen zur Feier in die Kirche der Heiligen Maria von Mandrakina in Korfu-Stadt, direkt am Meer zwischen Altem Fort und dem Asiatischen Museum gelegen. Eingerahmt von zwei schönen Grünanlagen. Die Kirche war im 2. Weltkrieg arg in Mitleidenschaft gezogen und wurde in den 1950ern restauriert. Heute finden dort fast ausschließlich Trauungen und Taufen statt.
Und die sind heute von diversen Agenturen bis ins kleinste Detail durchorganisiert. Als wir ankommen, verlässt gerade die vorherige Taufgesellschaft das Gotteshaus. Die weiblichen Gäste übrigens keineswegs in körperbedeckender Bekleidung, sondern durchaus im Minirock oder in Hotpants und auf Highheels.
Das Problem des Parkplatzfindens im Zentrum von Korfu haben wir zuvor auf griechische Art gelöst. Der wegen eines Cricketspiels am Nachmittag zentrale Platz ist zwar immer noch gesperrt, wir fahren aber einfach über die eigentliche Abfahrt drauf.
Der Innenraum der Kirche ist so klein, dass höchstens ein Drittel der Gesellschaft hineinpasst. Das enge Gewusel wird dem Anlass nur bedingt gerecht. Zwei große Studioscheinwerfer leuchten die Szenerie für den Filmer und für die Fotografin, die beide permanent hin und her laufen, perfekt aus. Ständig geht jemand rein oder raus, es wird sich unterhalten, Handys klingeln und per FaceTime wird das Ereignis live zu Verwandten in Italien übertragen.
Mittendrin der kleine Täufling, der schnell erkennt, dass er hier heute im Mittelpunkt steht. Ab diesem Zeitpunkt weint und schreit er quasi ununterbrochen und wird sich fragen: „Warum hilft mir hier eigentlich niemand? Menschenopfer sind doch in Europa schon länger verboten!?“ Es hilft alles nichts. Begleitet von den Gebeten und dem Singsang des Popen und den Schwüren der beiden Taufpatinnen, wird er von Mama getrennt, unter anderem nackt ausgezogen (an dieser Stelle geht der „Gehilfe“ des Popen mit einer Fernbedienung durch den Raum und schaltet nacheinander die vier an der Decke hängenden Ventilatoren aus), mit Olivenöl eingeschmiert, dreimal komplett in Taufwasser (das der „Gehilfe“ kurz vorher aus einem roten Putzeimer aus Plastik ins Taufbecken gekippt hat) eingetaucht und schließlich auch noch kreuzweise einiger Locken beraubt (denn bis zu diesem Tag war der Frisörbesuch tabu).
Nach einer knappen Stunde und 1.000 professionell geschossenen Fotos ist es dann vorbei. Den zu Tränen gerührten Eltern und der Verwandtschaft wird gratuliert und der Täufling ist am Rande der Erschöpfung, kann aber jetzt steuerrechtlich von den Behörden erfasst und lebenslang staatlich kontrolliert werden (laut seinem Onkel sei das nämlich der eigentliche Sinn der Taufe).
Neben dem Kirchlein haben die „Baptism-Planner“ eine „Candy-Bar“ aufgebaut; so ’ne Art Buffet mit allerhand Süßigkeiten, Getränken und Tauf-Erinnerungen.

Nach kurzer Stärkung und noch mehr Fotos geht es los zur Feier-Lokalität. So um die 50 Gäste kommen mit. Inklusive uns und vier weitere eingeladene deutsche Feriengäste, die auch alle an einem Tisch zu sitzen kommen, weil sie sich eh nicht mit den griechischen Gästen unterhalten könnten.
Dann wird plattenweise aufgefahren: frischer Salat, Nudelsalat, Saganaki, Tsatsiki, gefüllte Champignons, Pitabrot, Stifado, Pommes Frites, Gegrilltes von Huhn, Schwein, Rind und Lamm, Würstchen und Bifteki. Natürlich auch Wasser, Wein und Brot. Zum Abschluss dann noch süßes Gebäck. Aber da ist unser Tisch schon raus aus der Nummer: das meiste von der Grillplatte geht zurück in die Küche.

Es war phantastisch und einmalig lecker. Als die Kinder auf die Piñeta eindreschen, wünscht sich so mancher Erwachsener, mitmachen zu dürfen, um schon mal Kalorien abzubauen.
Kurz vor Mitternacht treten wir, an der im Hafen liegenden AIDAblu vorbei, die rund einstündige Heimfahrt an.



Montag, 26.09.22
Alle Wetter-Apps sagen für die kommenden Tage Regen und Sturm vorher. Tatsächlich sind die Nächte schon empfindlich kalt und als letzter erhält heute der Autor eine zusätzliche warme Decke. nur mit Ouzo kriegt man den Körper eben nicht auf Schlaftemperatur.
In der Nacht hat es etwas geregnet, aber es ist immer noch 23/24 Grad warm. Mittags fahren wir ins verlassene Dorf Old Perithia, wo uns die nachgereiste Tochter jene Winkel zeigen will, die die Ollen im letzten Jahr nicht gefunden haben. Tatsächlich gibt es sie. Und trotz des grauen Tages erleben wir hier oben knapp unter Wolkengrenze wunderschöne Momente. Wir lassen uns die im großen Stil betriebene Imkerei erklären und kaufen natürlich auch Honig, Creme und Lippenbalsam.
Als die Wolken kräftige Regenschauer entladen, sitzen wir zum Glück trocken bei Kuchen und Burgern in der Taverna „Evdokia“ (zu deutsch: Glück) am alten Marktplatz „O Foros“.





Danach geht’s -vorbei an der inzwischen nur noch einhändigen Jesusfigur an der Straße nach Loutses-nach Ag Stefanos.

Des Autors Weib sucht und findet einen Rucksack in Marias Souvenirladen, die nachgereiste Tochter eine Bluse und übt sich in Konversation mit Marias Schwester zu allen Themen, die die Welt bewegen. Zum Schluss gibt’s augenzwinkernd noch was Süßes für die „Kleine“.

Der Autor sorgt für Klopapier-Nachschub.
Obwohl wir erst um 17:00 Uhr in Old Perithia gegessen haben, fahren wir um 20:00 Uhr ins „Panorama“. Trotz Minimal-Bestellung, müssen wir die Hälfte zurückgehen lassen und entschuldigen uns dafür auch ausführlich beim fassungslosen Personal.
Inzwischen warnen die Behörden per Warn-SMS (die aber nur die nachreisende Tochter erreicht) vor Starkregen, Sturm und Gewitter.
Das Meer tobt und tost jedenfalls schon ganz schön heftig.
Dienstag, 27.09.22
Noch ein kurzer Straßenzustandsbericht. Es ist viel verbessert und ausgebessert worden. Das dürfte im laufenden Betrieb gar nicht so einfach sein. Umleitungen einzurichten ist hier keine wirkliche Option. Von Ag. Georgios rauf Richtung Arillas wurde während unseres Aufenthaltes neu geteert. Mitten drin fehlt ein Stück in der Größe eines Bau-LKWs. Der stand hier während des Teerens mit einer Panne. Also hat man drum herum geteert. Ich wette, dass das auch so bleibt.
Genauso wie die Marterstrecke rauf zu „unserem“ Haus. Nach ca. 100 Meter endet die Renovierung. Den Grund kennen wir jetzt auch: die Teermaschine war zu breit für den Rest der Straße.

Wenn’s geregnet hat, wird’s echt schwammig auf den Straßen. Der dann seifige Belag führt zu ähnlichen Problemen wie bei uns eine festgefahrene Schneedecke ( gab’s früher jedenfalls schon mal).
Heute ist wieder mittelprächtiges Wetter. Nach Stürmisch-regnerischer Nacht schwülwarm und der Himmel dunkelgrau verhangen. Nach einem späten Frühstück (die Wespen fallen im Schwarm über uns her) fällt die weitere Tagesplanung schwer.



Doch dann gibt’s erste Wolkenlücken. Wir wagen den Weg zum Strand und genießen gemeinsam mit der morgen abreisenden Tochter noch einen schönen Nachmittag. Warm ist es nämlich (25 Grad). Auch am Abend ist es so angenehm wie schon länger nicht mehr.
Bei Dimitris ist erst der Wein trocken statt süß und dann das erwartete Stifado ein Sofrito. Sei‘s drum: die Lammkeule für den Autor ist ein Träumchen. Und die Gambas vom Grill ebenfalls eine gute Wahl.
Bevor wir gehen führt uns Dimitris durch seine frisch renovierten Appartements über dem Restaurant. Wirklich chic!
Blöd, dass wir heute feststellen müssen, dass man täglich nur bis maximal 400 € am ATM abheben kann und es bei der einen Bank 3,95 €, bei der anderen nur 2,50 € an Gebühren kostet.
Zum Abschluss noch ne Runde Ich-hasse-es-Rommé. Nach des Autors Weib gestern räumt heute die nachgereiste Tochter ab.
Wie müssen die Knöppe am E-Herd nochmal stehen, damit die Platte heiß wird?

Mittwoch, 28.09.22
Die nachgereiste Tochter fliegt heute schon wieder zurück. 06:15 Uhr bedeutet 03:15 Uhr Wecken, 03:30 Uhr Abfahrt. 2 Stunden vor Abflug am Flughafen (nur Handgepäck, Online-Check-In) reicht allemal. Trotz Personalmangel am Security-Check.
Alles klappt reibungslos. Ein Hoch auf Ryanair.
Später weiß die abgereiste Tochter zu berichten, dass eine Gruppe serbischer Passagiere das Gate überwunden und ans Rollfeld gelangt war, weil sie sich verspätet hatte und das Boarding für ihren Flieger schon abgeschlossen war. Sie wurden der Polizei überstellt und mir stellt sich die Frage nach der Nachhaltigkeit eines 46-Minuten Fluges von Korfu nach Nîs/Serbien. Pfui, Ryanair!
Um 05:30 Uhr liegen wir wieder im Bett.
Das gestrige kollektive Versagen aller von uns installierten Wetter-Apps setzt sich heute fort. Am Vormittag ergießt es sich aus allen Schleusen. Den schon gedeckten Frühstückstisch tragen wir komplett vom Balkon nach drinnen, weil der Wind den Regen regelrecht hereindrückt.
Gerade als sich eine gewisse Herbstdepression einstellen will, klingelt es und Maria bringt einen Teller Pastitsio (Nudelauflauf) vorbei. Noch heiß und so üppig, dass eine Großfamilie davon satt werden könnte. Und so schmackhaft!!!!

Dann gegen ein Uhr, der Autor hat sich gerade das letzte Stück Pastitsio auf der Zunge zergehen lassen, der erste Sonnenstrahl und dann nur noch heißes Strandwetter.
Smalltalk mit der Chefin vom Strand, die sich lieb nach der angereisten Tochter erkundigt.
Wir bleiben Bis 18:00 Uhr. Angela hat sich angekündigt. Sie kommt mit Mann und Kindern, unter anderem dem Täufling, weil:
Am dritten Tag nach der Taufe werden die Reste der Zeremonie (Taufwasser, Öl, …) vom Körper des Täuflings abgewaschen (sprich: er darf geduscht werden) und das dabei verwendete Wasser wird danach ins Meer gekippt. Auch das war neu für uns.
Nach kurzem Smalltalk mit Angela und Panos, ihrem Mann verabschieden wir uns schon bis zum nächsten Jahr. Alle im Bewusstsein, dass die kommenden Monate keine einfachen sein werden.

Zum Abschluss machen wir uns auf den kurzen Weg zum“Nafsika“. Der kauzige Wirt empfängt uns mit den Worten: “And the rest? Away?“
Es gibt Tsatsiki, Salat, Taramas und Stifado. Und einen Ouzo. Es hat am Abend wieder angenehme Temperaturen, man kommt ohne Jäckchen aus und es fühlt sich wieder mehr nach Mittelmeer als nach Ostsee an.

Donnerstag, 29.09.22
Immer wieder ziehen Schauer auf und ruckzuck ist „Land unter“.
Der Autor gönnt sich zu einem Glas Wein den Rest Pastitsio und in einem Anflug von Verzweiflung beschließen wir einen nachmittäglichen Ausflug zu den „Eselchen“ des Donkey Rescue Centers bei Doukades. Außerdem müssen wir noch tanken. 1,98 €/Liter bleifrei. Naiv wie Touris nun mal sind , verlassen wir uns auf das Navigationstalent von Google Maps. Abgebogen von der Hauptstraße nach Korfu-Stadt geraten wir immer tiefer in die Wildnis. Bei der nächstbesten Möglichkeit im Brombeerbuschdschungel wenden wir und suchen eine alternative Route. Finden sie aber nicht; auch nicht die Eselchen*. Dafür schüttet es wie aus Kübeln.
Über den Troumpetas-Pass geht es Richtung Ag Stefanos. Der graue Himmel reißt auf und beleuchtet völlig neue Blickwinkel.

An der Straße liegt das „MELISITO Pastry – Bakery – Cafe“. Der Hammer! Sagenhaftes Angebot an Kalorienbomben und leckerem Kaffee! Bezahlt wird hier nach Gewicht. Also jenes des Gebäcks, nicht des Käufers.



Weiter geht es (über bisher noch nie gefahrene Straßen) zurück nach Ag Georgios. Immer wieder halten wir an zum Fotografieren.

Noch ein Sonnenbad auf dem Balkon und dann nach Afionas. Da gibt’s mittlerweile mehrere gebührenpflichtige Parkplätze. Einer sogar mit Ampelregelung. Ich weiß noch nicht, was ich davon und den Massen, die sich hier oben aufhalten bzw. runter zur oder hoch von der Doppelbucht bewegen, halten soll. Was aus einem Geheimtipp mit der Zeit so werden kann. Denn das sind Afionas und die Zwillingsbucht definitiv nicht mehr.





Der Sonnenuntergang ist jedenfalls perfekt. Der rote Ball fällt praktisch aus einem Wolkenstreifen in die See.
Ebenfalls perfekt ist das Essen im Porto Timoni. Gegrillter Tintenfisch plus riesiger Vorspeisenplatte. Zum Abschluss ein übermächtiges Bananentörtchen mit gaaaanz viel Sahne (auf‘s Haus).

Der Weg zum Auto ist heute echt easy. Neue Betondecke, neue Lampen. Überhaupt wurde viel investiert dort oben.
*Nachtrag: erst zuhause kommt der Autor auf die Idee, mal nach einer Internetseite des Donkey Rescue Centers und Anreisehinweisen zu suchen. Hätte vieles vereinfacht.
Freitag, 30.09.22
Entweder war es der gestrige Tintenfisch oder das süße Dessert. Irgendwas lag schwer im Magen, das dem Autor den Schlaf raubte. Hinzu kam ein Gewitter mit ganz viel Regen, aber nur einem einzigen infernalischem Donnerschlag.
Zum Frühstück ist die Luft wieder klar und die Wespen sitzen schon in den Startlöchern. Die Tüte mit den Brotresten der vergangenen Tage wird am inzwischen ziemlich vergammelten Hühnerhof hinter’m „Butterfly“ ans Tor gehängt und wir gönnen uns ein Schokocroissant und ein Ham&Cheese-Pie mit extra Oregano von der Kaffeebud. Auf dem morgendlichen Dorfrundgang kann auch endlich der von γυναίκα μου begehrte, unbekannte blau blühende Strauch mit freundlicher Unterstützung von Google als „Kap Bleiwurz“ identifiziert werden. (Eine halbe Stunde später ist er bereits im Internet bestellt.)

Condor schickt uns eine Email, dass wir jetzt online einchecken können. Was aber nicht funktioniert und mit dem Hinweis endet „Uups, da ist was falsch gelaufen. Aber keine Sorge um Ihren Flug. Sie können auch noch am Schalter einchecken. Und wenn Sie einen Screenshot von dieser Meldung vorzeigen, dann brauchen Sie auch keine 25,00 € Gebühr zu entrichten.“ Bin ich hier bei der Bahn gelandet? Und wie bitte? 25 € Gebühr fürs Einchecken am Schalter?
Am Strand wirkt die Frau vom Bootsverleih heute ganz in sich gekehrt. Die ganzen Krisen machen ihr mit Blick auf die Saison 2023 ganz schön zu schaffen. Dabei könnte sie auf Wetterfrosch umschulen. Sie lag mit ihren Prognosen bisher als einzige immer richtig. Für morgen kündigt sie Regen und ab dem Abend den „Maestro“, einen heftigen Nordwind an. [und so sollte es auch kommen].

Wir gönnen uns am letzten Strandtag noch einmal eine Schirm/Liegen-Kombi für 7,00 €, eine Rückenmassage für 35,00 €, einen Frappé für 2,50 €und einen Bananen-Milchshake für 4,00 €. Dann, inzwischen ist es 25 Grad warm, besuchen wir noch den Supermarkt, in dem wir noch nie waren und kaufen getrockneten Oregano.
Während wir packen (um ein Haar wäre das Jackett, das der Autor zur griechischen Taufe trug, im Schrank vergessen worden), kommt Maria vorbei, um sich zu verabschieden und zu kassieren. Die erste Nacht, die wir in Athen verbrachten, brauchen wir nicht zu zahlen und eine weitere gibt’s als Freundschaftsrabatt.
Ausklingen lassen wir den Urlaub traditionell bei Dimitris. Auch hier sind die diversen Krisen Thema.

Samstag, 01.10.22
Erstmal ein Update zum Straßenbau: auch auf der steilen Rampe hinter Ag Georgios hoch Richtung Arillas liegt plötzlich neuer Asphalt. Auch die vormals beschriebenen Lücke ist jetzt mit Teer gefüllt (keine Fräskante mehr!).
Wir fragen uns, wann die das machen.
Durch dieses Nadelöhr muss nämlich der gesamte Verkehr inklusive Busse durch. Ob das nachts passiert?
Frühes Aufstehen. Fahrt zum Flughafen.

Zwischenstopp. Ein stiller Moment des Gedenkens. Des Autors innig geliebte, sicher schon 25 Jahre alte, rund um die Welt gereiste Original Diesel-Shorts aus Turgutreis/Türkei findet in einem Müllcontainer bei Aspiotades an der Straße nach Korfu-Stadt ihre letzte Ruhe. Gestört wird dieser Moment einzig von einer Katze, die mit einem lauten Kreischen aus eben diesem Müllcontainer geschossen kommt.*
Am Flughafen mega voll. Vom Autovermieter Giannis keine Spur. Kontaktversuch per WhatsApp, Anrufen, 2 Runden um den Airport, … alles erfolglos. Schließlich gelingt es, ein Parkplätzchen im Nirgendwo zu finden, das Auto abzustellen und den Schlüssel unter die Fußmatte zu platzieren. Alles fotografisch dokumentiert an Giannis geschickt und in die Schlange am Condor-Schalter eingereiht.
Dort geht‘s chaotisch zu. Es sind zwar fünf Schalter offen und es geht auch gut voran, aber dann entscheidet die griechische Oberaufsicht, dass jetzt erst die Passagiere nach Leipzig und Düsseldorf und dann erst jene nach Stuttgart (die aber auch in der Reihe anstehen) dran seien. Die Phantasialand-Schleifen werden teilweise aufgelöst, neu gezogen oder niedergemacht. Kurzum: wir gehören am Ende zu den Profiteuren und stehen nun vor‘m Security-Check Schlange.
Da meldet sich Giannis: er entschuldigt sich, habe uns und unseren „Drop off“ glatt vergessen und bedankt sich, dass wir uns so nett um das Auto gekümmert haben und „See You next year!“
Schneller Kaffee mit Baguette vor‘m Boarding und schon stehen wir am Gate. Die Organisation wieder typisch griechisch: aufgerufen wird nach Gruppen getrennt (auf der Bordkarte angegeben), um dann vor’m Stürmen der Busse wieder alle Passagiere zu mischen.
Maskenpflicht an Bord gibt’s seit heute nicht mehr, dafür Herbstferien in NRW, wo wir leicht verspätet nach zweieinhalb Stunden landen. Zweieinhalb Stunden netto für den Flug stehen brutto sechs Stunden Zeitaufwand gegenüber. Denn in Düsseldorf warten wir noch einmal eine Stunde auf unsere Koffer.
Der Tag im Überblick:
- 06:30 ab Ag Georgios
- 07:35 an Airport
- 08:00 Check-in
- 08:30 Security-Check
- 09:05 am Gate
- 09:50 Aufruf Boarding
- 10:55 ab Korfu (geplant 10:20)
- 12:18 an D’dorf (geplant 12:05)
- 12:40 an Kofferband
- 13:55 Koffer bekommen
- 14:44 zuhause
Es war zweifellos das Jahr der Schlange(n). Jedenfalls was den Urlaub betrifft. Vom Vorabend-Check-In am Tag vor dem Abflug über den Chaos-Zwischenstopp in Thessaloniki und Athen bis zum Kofferband heute: ständig hat man sich irgendwo wartend die Beine in den Bauch gestanden.
Der Wunsch nach Urlaub ist überall ungebrochen. Vor allem nach 2 Jahren Corona-Beschränkungen und vor dem Hintergrund neuer drohender Krisen.
Korfu hat wieder einmal gut getan!
2023 hoffentlich auf ein Neues!
*Bild von Richard Reid auf Pixabay